Barrierefreiheit in der Arztpraxis

Mehr Barrierefreiheit im Gesundheitswesen sicher- und herzustellen, wird eine der großen Aufgaben der nächsten Jahre sein. Es treten erhebliche Defizite in der Barrierefreiheit in Arztpraxen und Krankenhäusern auf. So werden Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte durch Hindernisse gestoppt, Hörgeschädigte und Gehörlose können mit dem Praxispersonal nicht richtig kommunizieren oder Blinde und Sehbehinderte können sich nur schlecht zurechtfinden.

  • Rollstuhlfahrer im Aufzug
  • Empfangstresen in der Arztpraxis
  • Behindertengerechte Toilette
Barrierefreiheit in der Arztpraxis bedeutet, maximal vielen Einschränkungen mit möglichst effizienten und weitreichenden Maßnahmen zu begegnen.

Von einer flächendeckenden barrierefreien medizinischen Versorgung ist Deutschland noch immer sehr weit entfernt. Laut Erhebungen der Stiftung Gesundheit haben nur rund ein Drittel aller Arztpraxen in Deutschland zumindest kleine Vorkehrungen der Barrierefreiheit implementiert. Dort wird zumindest ein Aspekt der Barrierefreiheit geboten, zum Beispiel durch das Vorhandensein eines Fahrstuhls. Rund 152.000 niedergelassene Ärzte haben erklärtermaßen keine entsprechenden Vorkehrungen der Barrierefreiheit in ihren Praxisräumen bzw. haben keine Rückmeldung gegeben.